EU-ETS 2: Das Risiko, das viele Unternehmen 2027 verschläft
- steffenschmauder
- 3. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Viele Firmen wissen noch kaum, dass ab 2027 das EU-Emissionshandelssystem EU-ETS 2 greift. Für Unternehmen, die fossile Brennstoffe nutzen oder energieintensive Prozesse betreiben, kann das drastische Auswirkungen auf Kosten, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsplanung haben. Zeit, aufzuwachen.
Was ist EU-ETS 2?
Das neue System erweitert den bestehenden EU-Emissionshandel und umfasst erstmals Bereiche wie Wärme, Verkehr und Logistik.
Bisher: nationaler CO₂-Preis bis 2026 (max. 65 €/Tonne)
Ab 2027: Zertifikatspreise bilden sich frei am Markt
Quelle: Umweltbundesamt
Das bedeutet für Unternehmen: Kosten für CO₂-Emissionen werden nicht mehr kalkulierbar, sondern volatil und potenziell sehr hoch (Schätzungen: 70–300 €/Tonne).

Bild: https://unsplash.com/de/fotos/weisses-und-schwarzes-schiff-auf-see-unter-weissen-wolken-TUJud0AWAPI
Warum viele Unternehmen EU-ETS 2 verschlafen
Bisherige Sicherheit durch den nationalen Preis
Viele Firmen planen nur bis 2026 – der bevorstehende Wechsel wird oft ignoriert.
Komplexität & abstrakte Marktmechanismen
Zertifikatehandel klingt theoretisch, ist aber ein direkter Kostenfaktor für Unternehmen.
Fehlender Handlungsdruck
Moderate Preissteigerungen in den letzten Jahren führten zu falscher Sicherheit.
Mögliche Folgen für Firmen
Stark steigende Betriebskosten: Energie, Heizung, Transport oder Rohstoffe werden teurer
Wettbewerbsdruck: Firmen in Ländern ohne CO₂-Bepreisung könnten preislich im Vorteil sein
Investitionsunsicherheit: Langfristige Planung wird schwieriger
Dringender Transformationsbedarf: Prozesse, Lieferketten, Energieversorgung müssen überdacht werden
Quelle: windkraft-journal.de
Handlungsempfehlungen für Unternehmen
CO₂-Risiko analysieren – aktuelle Emissionen und Kosten pro Szenario durchrechnen
Energie- und Prozesseffizienz steigern – erneuerbare Energien, Wärmepumpen, energiearme Verfahren
Lieferketten prüfen – energieintensive Materialien und Transportwege identifizieren
Frühzeitig handeln – wer jetzt startet, spart Kosten und kann ESG-Ziele erfüllen
Fazit
EU-ETS 2 wird ab 2027 zu einem direkten Kostentreiber für Unternehmen. Wer das verschläft, riskiert hohe Kosten, Wettbewerbsnachteile und unsichere Investitionen.
Die Chance: Unternehmen, die jetzt Prozesse optimieren, Energie effizient nutzen und ESG-Vorgaben erfüllen, können Wettbewerbsvorteile sichern und die Transformation als Chance nutzen.




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